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Joker / Schwarzer
Peter
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Der Wirtschaftsverein Altenburger Land e.V. zeichnet
mit den undotierten Preisen, dem Joker und dem Schwarzen Peter, alljährlich
Verwaltungen und öffentliche Institutionen oder Einzelpersonen aus,
deren Leistungen als beispielhaft oder aber besonders kritikwürdig
mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Altenburger Land
erachtet werden. |
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2007
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"Joker 2007" - "StudiumPlus" in Altenburg |
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Studieren in Altenburg - das ist seit Oktober 2007 möglich. Das Modell "Studium Plus",
das die Stadt in Kooperation mit der Fachhochschule Jena im Studiengang
Wirtschaftsingenieurwesen auf den Weg gebracht hat und das vom Trägerverein
"Kompetenzzentrum StudiumPlus Altenburger Land e. V." verwirklicht wird, ermöglicht
zunächst 23 Studenten eine bedarfsgerechte und praxisnahe Ausbildung.
Insgesamt 33 Unternehmen der Region sind inzwischen Mitglied im Trägerverein "Kompetenzzentrum StudiumPlus Altenburger Land e. V." und unterstützen das Modell, dessen Attraktivität in einer Kombination von Hochschulstudium mit beruflicher Praxis besteht. Die Studenten absolvieren dabei einen erheblichen Teil des Bachelor-Studiengang im Betrieb, sie sind gleichzeitig an der Fachhochschule Jena immatrikuliert und Angestellte der Firma. Damit bietet "StudiumPlus" eine Perspektive zum Studium, ohne dass die Interessenten ihre Heimatstadt verlassen müssen. Die Etablierung des Studiengangs in Altenburg stärkt die Region und trägt zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses im Freistaat bei. Die Unternehmen können Fach- und Führungskräfte mit ausbilden, die nach Ende des dreijährigen Studiums in der Lage sind, sofort Schlüsselaufgaben zu übernehmen. Die Studierenden wiederum können ihr erworbenes Wissen sofort in der Praxis testen. Der Student schließt hierbei mit dem Betrieb einen Vertrag ab und erhält - unabhängig vom Einkommen der Eltern - eine Ausbildungsvergütung. Dieses duale Studienmodell wird seit 2001 in Hessen erfolgreich praktiziert. Auch wenn es insgesamt eine große Mannschaftsleistung war, "StudiumPlus" zu verwirklichen, geht der Joker 2007 an Dr. Nikolaus Dorsch, den Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins "Kompetenzzentrum StudiumPlus Altenburger Land e. V." und Herrn Tino Scharschmidt, Stadtverwaltung Altenburg. Denn dieser Trägerverein ist letztlich das Zentrum des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen und Personen, die erkannt haben: Das Fördern der regionalen Bildungslandschaft trägt dazu bei, junge Menschen in der Region Altenburger Land zu halten. |
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"Schwarzer Peter 2007" - Landrat Rydzewski und Oberbürgermeister Wolf |
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Heiße Diskussionen tun jeder Sache gut. Denn erst dadurch wird das Für und Wider bei
anstehenden Entscheidungen deutlich. Und erst dann kann genau abgewogen werden, ob
das Ja oder das Nein auf einer sachlichen Basis begründet ist. Die mit der Zeit immer heißeren Auseinandersetzungen zwischen Landrat Sieghardt Rydzewski und Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf vermitteln den Eindruck: Es entsteht kein Zuwachs an Verständnis für die Sache, sondern ein Zuwachs an Unmut über das zerrüttete Verhältnis der beiden Repräsentanten des Altenburger Landes. Ob Krankenhausentwicklung, Gebietsreform, Feuerwehrausstattung oder Schwimmbad - stets prallten die unterschiedlichen Ansichten von Landrat und Oberbürgermeister mit voller Wucht aufeinander. Der Wirtschaftsverein will hier nicht bewerten, wer im Einzelfall Recht und wer Unrecht hatte. Wir müssen aber mit der Verleihung des Schwarzen Peters an beide Politiker unserer Befürchtung Nachdruck verleihen, dass sich ihr anhaltender Zwist nachteilig auf die Entwicklung des Altenburger Landes auswirkt. Denn Landrat und Oberbürgermeister bilden für das Altenburger Land ein Paar, das qua Amt nahe beieinander liegt, qua persona aber leider ein Nichtverhältnis pflegt. Die fatale Folge dieser Entfremdung ist aus unserer Sicht nicht nur eine schädliche Außenwirkung, sondern auch eine die Wirtschaft im Inneren hemmende Wirkung. Die entstandene arrogante Attitüde zwischen den Personen gilt es zu durchbrechen, weil es letztlich um den Nutzen für die Region und für die Unternehmen geht. Unser politisches System beruht auf heiß geführten Diskussionen und kühl berechneten Kompromissen. Die Pflicht, sich in der Person zurückzunehmen, wenn die Sache im Mittelpunkt stehen soll, gilt ganz besonders für Repräsentanten unserer Gesellschaft. Der Schwarze Peter 2007 ist damit eine ernsthafte Mahnung an Landrat wie Oberbürgermeister. |
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2006
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"Joker 2006" - Die "Fünf jungen Wilden" im Altenburger Land |
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Die fünf Abgeordneten Thorsten Rist (SPD), Matthias Kasper, Kati Klaubert (Die Linke), Stephan Riechel und Christoph Zippel (beide CDU) brachten im Oktober 2006 ohne Rücksicht auf Partei- und Fraktionszugehörigkeit einen gemeinsam erarbeiteten Antrag in den Altenburger Stadtrat ein. Sie hatten erhebliche Bedenken im Hinblick auf eine Zusage von Haushaltsmitteln der Stadt Altenburg für die Prinzenraubfestspiele von jährlich 50.000 Euro bis einschließlich 2010. Auf Grund des Antrags kam es nach einer harten Diskussion zu einem Kompromiss, in welchem ihre haushaltsrechtlichen Bedenken Berücksichtigung fanden.
Bemerkenswert ist, dass hier von einer jungen Generation von Abgeordneten beispielgebend überparteilich, überfraktionell und "hart an der Sache arbeitend" eine Diskussion in Gang gebracht wurde, die über das Heute hinaus reicht. Im Vordergrund stand für die Abgeordneten nicht die Parteiraison oder das übliche Spiel zwischen Opposition und Regierenden, sondern die Sache an sich, nämlich die Finanzsituation der von ihnen vertretenen Gemeinde. Diese fünf jungen Abgeordneten sind beispielgebend für junge Leute, die sich ehrenamtlich in Kommunalvertretungen engagieren. Sie stellten die Interessen ihrer Generation vor die eigene Einbindung in althergebrachte Strukturen. Den "Jungen Wilden" soll stellvertretend für diese Generation von Abgeordneten vom Wirtschaftsverein ein Joker für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit verliehen werden. Der Joker soll zugleich Anregung und Aufforderung an junge Leute sein, diesem Beispiel zu folgen, und gegebenenfalls auch "den Alten" auf die Füße zu treten. Die Wirtschaft im Altenburger Land verbindet mit dieser Generation natürlich auch eine ganz besondere Hoffnung. Seit 1990 ist es keinem Volksvertreter aus dem Altenburger Land gelungen, am Kabinettstisch in Erfurt Platz zu nehmen. In 16 Jahren haben es die 107.000 Bürger des Altenburger Landes nicht geschafft, in der Ministerialbürokratie des Freistaates Thüringen dauerhaft Fuß zu fassen. Das Altenburger Land braucht ministertaugliche Abgeordnete, die unsere Interessen am Kabinettstisch in Erfurt und Berlin wirksam vertreten. Das Altenburger Land braucht Menschen, die die Sichtweise des Altenburger Landes innerhalb des Regierungsapparates des Freistaates Thüringen - mal laut und mal leise - aber immer deutlich zeigen. Mit dem Joker wollen wir die fünf jungen Abgeordneten auf ihrem Weg durch die Institutionen bestärken und sie auffordern gerade auch ihre unkonventionelle Herangehensweise zum Wohle unseres Wirtschaftsstandortes beizubehalten. |
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"Schwarzer Peter 2006" - Landrat Sieghardt Rydzewski |
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Der Landrat des Altenburger Landes, Sieghardt Rydzewski, bestellte zum 1. November 2006 in Solo-Entscheidung eine zweite Geschäftsführerin für das Altenburger Krankenhaus - ohne Ausschreibung und ohne Einbeziehung des Kreistages. Der Aufsichtsrat des Krankenhauses wurde über die Entscheidung informiert, gefragt wurde er offenbar nicht. Dass im Landkreis immer wieder auch Personalentscheidungen mit Außenwirkung für den Landkreis getroffen werden müssen, steht außer Frage. Fraglich ist jedoch, wie in demokratischen Strukturen solche Entscheidungen herbeigeführt werden. Wir denken, dass derartige Entscheidungen von einem breiten Konsens innerhalb des Kreistages getragen sein müssen; immerhin ist deren Bedeutung wie hier für das Altenburger Krankenhaus und damit letztlich auch für den Landkreis erheblich. Wir hätten erwartet, dass dieser Konsens durch den Landrat im Vorfeld der Personalbesetzung angestrebt worden wäre und können nicht nachvollziehen, dass er die demokratisch legitimierte Vertretung Kreistag und den Aufsichtsrat vor vollendete Tatsachen stellt. Es spielt hierbei an sich gar keine Rolle, ob die im Alleingang umgesetzte Personalpolitik des Landrats durch ein Rechtsgutachten abgesichert sein könnte und ob das Thüringer Landesverwaltungsamt eine formale Rechtsverletzung als gegeben ansieht oder nicht. Nicht die juristische Situation weckt hier unsere Besorgnis, sondern die sich abzeichnende Tendenz der politischen Entscheidungsmechanismen im Altenburger Land und hierbei natürlich auch die offenkundige Neigung des Kreistages, sich der Dominanz und in diesem Falle der Ignoranz des Landrats zu unterwerfen. Ganz offenbar verführen Kreisräte, die bis heute zu einer echten Opposition nicht in der Lage sind, einen ohnehin autoritären Landrat zu solchen einsamen, undemokratischen Entscheidungen. Demokratie funktioniert anders - nach der Auffassung des Thüringer Landesverwaltungsamtes und nach unserem Verständnis allemal auch. Das durch die Wahl im Mai dieses Jahres ausgesprochene Mandat verlangt konsequent demokratisches Handeln auch vom Landrat, weil sonst - wie im vorliegenden Fall bei den Mitarbeitern des Altenburger Krankenhauses - ein Klima der Unsicherheit und des Misstrauens entsteht, das unwillkürlich auch nach außen strahlt. In solchem Klima gedeiht wirtschaftliche Entwicklung schlecht. Wir finden, dass die - ebenso unsensible wie unnötige - völlige Ausgrenzung der demokrati-schen Gremien bei dieser Entscheidungsbildung durch den Landrat auch die positiven wirtschaftlichen Ansätze im Altenburger Land latent gefährdet. Nicht, wie die Personalentscheidung letztlich ausfiel, sondern wie sie zustande kam, findet unsere Kritik. Die Sorge um die demokratischen Grundprinzipien in der politischen Entscheidungsfindung im Altenburger Land zwingt uns dazu, diesen Preis zu vergeben. |
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2005
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"Joker 2005" - "Jugend forscht" dank Engagement eines Regelschullehrers |
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Beim "Joker" hat der Verein diesmal das Thema Jugend in den Mittelpunkt gestellt -
und zeichnet jemanden aus, der diesem Alter längst entwachsen ist. Dem engagierten
Wirken von Herrn Dieter Gräfe ist es zu verdanken, dass der ursprüngliche Regionalwettbewerb
"Jugend forscht" auch über die Altenburger Landesgrenzen bekannt wurde. Er hat damit auch
einen erheblichen Anteil daran, dass junge Erfinder aus dem Altenburger Land mit ihren
zu Projekten entwickelten Ideen auch an Bundeswettbewerben erfolgreich teilnahmen.
"Jugend forscht - Schüler experimentieren" wurde in Rositz durch den Fenster- und Türenhersteller PAX initiiert. In Dieter Gräfe, Lehrer für Naturwissenschaften an der Regelschule, fanden das Unternehmen und die Gemeinde Rositz einen Projektleiter, der ab 1994 Schüler und Lehrer im Landkreis alljährlich für diese Idee begeisterte und mitriss. Als Wettbewerbsleiter wurde er zuletzt von 35 Lehrern aus den Regelschulen, Gymnasien und Berufsschulzentren des Schulamtes Schmölln als Juroren unterstützt. Hinzu kommen jene Lehrer, die ihre Schüler zu Projekten ermutigen und als Betreuungslehrer zum Erfolg beitragen. Seit 2001 liegt die Patenträgerschaft beim Wissenschafts- und TransferCenter des Altenburger Landes und der Hochschulen e.V. Gemeinsam mit dem Verein war es gelungen, den Regionalwettbewerb Ostthüringen im Landkreis zu halten. "Das ehrenamtliche und unermüdliche Engagement von Herrn Gräfe verdient unsere Hochachtung", begründet der Wirtschaftsverein die Vergabe des "Jokers" an den langjährigen Wettbewerbsleiter "Jugend forscht". Zugleich wünscht der Verein dem neuen Leiter, Dirk Heyer, mindestens genau so eine erfolgreiche Hand für seine Arbeit. |
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"Schwarzer Peter" - Das Luckaer Faschingsprogramm schreibt sich 2005 von selbst |
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Keine glückliche Hand im Jahr 2005 bescheinigt der Wirtschaftsverein hingegen dem
Bürgermeister der Stadt Lucka, Roland Herrmann. "Er hat sich mit seinem konsequenten
Aussitzen von Problemen sowie seinem Lavieren in grundsätzlichen wirtschaftlichen wie
Zukunftsangelegenheiten der Kommune verdient um den Schwarzen Peter gemacht. Wir kamen
nicht umhin, ihm daher diesen Preis auch tatsächlich zuzuerkennen", heißt es in der
Begründung der Jury. "In diesem Jahr dürfte sich das über die Stadtgrenzen bekannte
Luckaer Karnevalsprogramm von selbst geschrieben haben." Und dies könnte so aussehen: "Obwohl den Luckaern das Regenwasser oft bis zum Hals steht, kann die örtliche Feuerwehr nicht mal zur Wasserrettung ausfahren, da die Feuerwehrleute für ihre "Jette" keinen Bootsführerschein besitzen. Bei "Jette" handelt es sich nämlich nicht um ein "knallrotes Gummiboot", sondern um ein nagelneues motorisiertes Rettungsboot nebst Anhänger, das der Bürgermeister seinen Kameraden zum 110-jährigen Jubiläum schenkte, für das man aber wegen der 18 Pferdestärken einen Bootsführerschein braucht, der nicht zum Geschenk gehört. Ob das der wirkliche Grund war, dass der Stadtbranddirektor sein Amtszimmer nicht verließ und in den Sitzstreik trat, als in der Stadt die Alarmbereitschaft geprüft wurde, ist nicht klar: Dafür aber, dass der Luckaer Feuerwehrchef erst von Bord ging, dann vom Kapitän, sprich Bürgermeister, doch wieder ins Boot geholt wurde. Aber auch auf festen Straßen scheint der Luckaer Bürgermeister nicht verkehrssicher zu sein. Denn der Bauhof blieb in diesem Jahr ohne Fahrzeug, weil der Stadtrat den Erwerb eines solchen mehrheitlich ablehnte. Denn diese wussten nicht, für welches Fahrzeug sie stimmen noch wie dieses finanziert werden sollte. Doch an Geld scheint es der Kommune nicht zu fehlen. Denn Investitionen sind in Lucka heftig umstritten. Und auch hier lässt der Meister von Stadt und Bürgern die investitionswilligen Unternehmer die Entscheidung unter sich austragen. Doch auch seine Stadträte belastet der Luckaer Bürgermeister nicht mit unnötigen Informationen. So stufte er im Einvernehmen mit dem Landkreis gleich mal ein nicht gerade Kreisstraßenstück im Ortsteil Prößdorf ab. Dass dieses Stück nicht gerade schmuck war, machte die Sache noch kostspieliger für die Stadt." "Lucka hat nicht nur für Schlagzeilen gesorgt, sondern auch gezeigt, was kommunal alles in die Brüche gehen kann. Die Verantwortung hierfür hat in erster Linie der erste Bürger dieser Stadt. Und dieser ist ein "Schwarzer Peter 2005"" Die Preise "Joker 2005" an Herrn Dieter Gräfe, Lehrer an der Regelschule Rositz, und "Schwarzer Peter 2005" an den Bürgermeister der Stadt Lucka, Herrn Roland Herrmann, werden auf der Jahreshauptversammlung des Wirtschaftsvereins übergeben. Die Preisträger werden dazu vom Wirtschaftsverein Altenburger Land eingeladen. |
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2004
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"Joker 2004" für Bauamtsleiter des Landkreises |
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Beispielhafte Amtsleitung seit vierzehn Jahren – Kunz Gelbrich
Mit der Auszeichnung "Joker 2004" würdigt der Wirtschaftsverein mit Kunz Gelbrich
einen Verwaltungsangestellten, der seit 1990 wirtschaftsfördernd Unternehmen bei
deren Ansiedlung in den Gewerbe- und Industriegebieten begleitet. „Seine Sicht,
als Amtsleiter einer Dienstleistungsbehörde vorzustehen, ist vorbildlich und
zukunftsweisend. Aus Sicht des Wirtschaftsvereins ist diese Arbeit ein Maßstab
für Denken und Handeln in den Verwaltungen in Stadt und Land in unserem Landkreis“,
so Jens Daniel. „Kunz Gelbrich überzeugt durch seine besonnene, ruhige und sachliche
sowie von Teamgeist geprägte Art.“ Bezeichnend für ihn ist, dass er bereits vor
Einführung des so genannten Lotsendienstes darum bemüht war, konstruktiv und
unbürokratisch, d. h. zugleich unter Beachtung der Gesetzlichkeiten sowie unter
Nutzung der Möglichkeiten, die diese Gesetze und Durchführungsbestimmungen
bieten, Genehmigungsverfahren zu begleiten und umzusetzen. „Kürzeste
Bearbeitungszeiten im Baugenehmigungsverfahren sparen für die Unternehmen
letztlich Geld und Frust und helfen, Arbeitsplätze zu sichern und neu zu
schaffen.“ Der »Lotsendienst«, den der Wirtschaftsverein 1999/2000 als
mustergültiges Projekt in den Landkreis getragen und als Verwaltungsmethode
gefordert hatte, habe hier einen Handlungsrahmen geschaffen, der dem aktiven
Wirken des Amtsleiters Kunz Gelbrich entgegenkam und von diesem auch konsequent
genutzt wurde.
Strukturelle und personelle Veränderungen in seinem Amt haben dazu beigetragen, dass bestehende Kritikpunkte an der Arbeit des Bauamtes in den letzten Jahren ausgeräumt wurden. |
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"Schwarzer Peter" mauzen gleich zwei Mal |
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Chaos in der Stadt – Tiefbauamt als Schalthebel versagt
Die Preisträger des "Schwarzen Peter" tragen ebenfalls in ihren jeweiligen
Ämtern Verantwortung. "Jedoch nicht zu unserer Freude und Zufriedenheit",
erklärt Jens Daniel. Den Altenburger Leiter des Tiefbauamtes, Andreas Busch,
macht der Wirtschaftsverein Altenburger Land letztlich "für das unkoordinierte
und chaotische Ausführen der Tiefbauarbeiten an Altenburgs Straßen in den
zurückliegenden Monaten verantwortlich." Dabei wisse man, so der Wirtschaftsverein,
dass "sich die Zuständigkeiten für den Bauablauf im Dschungel zwischen
Auftragsausschreibung, Fördermittelbewilligung, Auftragsvergabe, -durchführung
und –kontrolle nicht minder chaotisch darstellen. Der Gesamtverwaltung des
Altenburger Rathauses hätte für das öffentlich diskutierte Straßenbaudesaster
der "Schwarze Peter" ebenso zugebilligt werden können." Das Tiefbauamt sei aus
Sicht der Jury des Wirtschaftsvereins jedoch »der Schalthebel« für den Ablauf
des Baugeschehens. "Dem Tiefbauamt obliegt es, schon im Vorfeld der Baumaßnahmen
Fehler auszuschließen. Das maßgebliche Instrument hierzu ist die Ausschreibung, die
nicht nur in der Vergabe des Auftrages wesentlich sei, sondern ebenso für die
ständige Kontrolle des Bauablaufs und der Termine sowie Leistungen." Beachtlich
sei, so die Jury, dass sämtliche Bauverzögerungen nicht durch Wetterkapriolen oder
ähnliche nicht beeinflussbare Begleiterscheinungen entstanden seien. Vielmehr
handele es sich durchweg um Mängel in der Organisation und Koordination der
Bauabläufe. "Fördermittel sind für uns kein Argument, die Stadt faktisch für
den Verkehr, für die Unternehmensentwicklung und für Einheimische wie Besucher
in einer Art Ausnahmezustand zu schließen", erklärte Jens Daniel. Die Altenburger
Stadtverwaltung habe sich in ihrem Agieren durch "mangelnde Bürgernähe zu ihren
Anwohnern und Gewerbetreibenden“ ausgezeichnet. Ein solches Projekt kann letztlich
nur in Gemeinschaft mit allen Beteiligten umgesetzt werden. Lediglich den ansässigen
Gewerbetreibenden mitzuteilen, dass es zu Verzögerungen komme und die Kunden der
Unternehmen über teils nicht ungefährliche Baustellen-Zugänge in die Geschäfte zu
leiten, könne nicht hingenommen werden. Lieferfahrzeuge, die wieder teils bis nach
Köln zurückfahren, weil sie ihre Lieferungen nicht an die Adresse bringen konnten,
gehörten in den letzten Wochen und Monaten ebenso zu den "Auswirkungen" der
Bauverzögerungen wie Kunden, die über Baustellen stolperten, um letztlich nicht
wieder zu kommen. „Dieses unkoordinierte Straßenbaugeschehen, wie wir es in den
letzten Wochen erlebt haben, ist kein Ereignis des Jahres 2004, sondern eine
"Tradition", mit der gebrochen werden muss. Mit der Vergabe des "Schwarzen Peter"
weisen wir darauf hin, dass neue Wege im Altenburger Tiefbau gegangen werden müssen." Maschendrahtzaun und Knallerbsenstrauch vor der Tür Wege öffnen wollte auch der Bürgermeister der Stadt Frohburg, als er nach Fertigstellung der Altenburger Ortsumgehung beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung des Landratsamtes Altenburger Land darum bat, auf den Wegweisertafeln am Zschaschelwitzer Kreuz, die Ortsangabe "Frohburg" einzufügen. Aus Sicht des Frohburger Bürgermeisters hätte bereits der große Bekanntheitsgrad der Rennstadt Frohburg diese Wegweisung gerechtfertigt. Der Bürgermeister machte jedoch auf die Verbindung von der B 93 über die B 7 hin zur B 95 aufmerksam. Außer Rochlitz, dass auf den Wegweisetafeln als Fernziel angegeben ist, wäre auch Frohburg zur Orientierung angebracht. "Die abschlägige Beurteilung des Landratsamtes Altenburger Land durch den zuständigen Fachbereichsleiter Ronny Thieme zeigt, inwieweit man in diesem Amt mit Worten zwar gern die Zugehörigkeit zum Wirtschaftsraum Mitteldeutschland proklamiert, aber in Taten sich hinter Paragraphen und bürokratischen Floskeln versteckt", fasst Vorstandssprecher Helge Klein die Kritik des Wirtschaftsvereins zusammen. Nachdem der Frohburger Bürgermeister gegen den abschlägigen Bescheid Widerspruch eingelegt hatte, ließ sich der Fachbereich sein Vorgehen vom zuständigen Landesverwaltungsamt rechtlich bestätigen. „Natürlich lässt das geltende Recht die Ablehnung des Antrages zu. Aber ebenso wäre auf der gleichen Grundlage aus unserer Sicht die Aufnahme des Stadtnamens Frohburg auf die Wegweiser an der B 93 statthaft." Der Fachbereich habe in seiner Entscheidung „nicht im Sinne des Landkreises über den eigenen Tellerrand hinaus geschaut." Frohburg wird mit dem Bau der Autobahn von Chemnitz nach Leipzig einen wichtigen Part einnehmen und über die Trassenentscheidung nach Altenburg maßgeblichmitentscheiden. "Bekanntlich möchte das Altenburger Land die B 93 über die B 7 auf kürzestem und schnellstem Weg an die neue Autobahn anbinden, nicht zuletzt um die Wirtschaft im Landkreis zu fördern", so Helge Klein. "Der gedachte Anbinder wird über Frohburger Flur führen müssen. Der "Nachbarschaftsstreit" ist damit absehbar und wurde mit der Entscheidung aus dem Altenburger Landratsamt auf den besten Weg gebracht." Klein erinnerte bei dieser Gelegenheit zugleich an die Streitigkeiten mit Sachsen im letzten Jahr bei der "Baumfällaktion im Leinawald" als es um die Zukunft des Flughafens ging. "Wann lernen wir, über unsere eigenen Grenzen hinweg zu denken. Der Maschendrahtzaun mit dem Knallerbsenstrauch scheint weiterhin bei uns selbst vor der Tür zu stehen. Wir würden es daher begrüßen, wenn der Fachbereich seine Entscheidung nochmals überdenkt und auf unsere unmittelbaren Nachbarn zugeht." Die Preisträger werden auf der Jahreshauptversammlung des Wirtschaftsvereins 23. November 2004 im "Reußischen Hof" in Schmölln ihre Würdigungen erhalten. |
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2003
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"Joker 2003" für Thüringens Wirtschaftsminister Reinholz |
| Wirtschaftsverein würdigt Entscheidungen zur
Aufrechterhaltung des Ryanair-Flugbetriebs
Altenburg. Der Wirtschaftsverein Altenburger Land e.V, vergibt im Jahr 2003 den
Wirtschaftspreis "Joker" an den Thüringer Minister für Wirtschaft, Arbeit und
Infrastruktur, Herrn Jürgen Reinholz, Damit würdigt der Wirtschaftsverein den
persönlichen Einsatz des Thüringer Wirtschaftsministers für die Aufrechterhaltung
des Flugbetriebes von Ryanair am Flugplatz Altenburg-Nobitz. Herr Reinholz ging
dabei kurz nach seiner Amtsübernahme als Wirtschaftsminister im Frühsommer diesen
Jahres in die persönliche Haftung, als er die Frist zur Herstellung der
erforderlichen Hindernisfreiheit auf der Landebahn 22 des Flugplatzes bis zum
15. August 2003 verlängert, Zugleich flankierte er diese Entscheidung mit einer
Abtragsverfügung zur Beseitigung der als Luftfahrthindernisse wirkenden Bäume
auf sächsischem Territorium. "Dass der Flugbetrieb damals nicht gestoppt werden
musste, ist wesentlich das Verdienst des Ministers Jürgen Reinholz", begründete
der Sprecherrat des Wirtschaftsvereins die Entscheidung. In einem Hintergrundgespräch
wenige Tage vor Ablauf Frist hatte der Wirtschaftsminister dem Wirtschaftsvereins-
Vorstand zugesagt, seinerseits alle Möglichkeiten auszuschöpfen, die erforderlichen
rechtlichen und verkehrsinfrastrukturellen Voraussetzungen für die Entwicklung des
Flugplatzes und die Aufrechterhaltung des Ryanair-Flugbetriebes zu schaffen. "Auch
hier hat der Minister Wort gehalten", heißt es in der Begründung. Strittig war
zwischen dem Bund und dem Freistaat der Flugbetrieb mit Luftfahrzeugen mit einer
Abflugmasse über 14.000 Kilogramm (MTOM) im gewerblichen Luftverkehr im unkontrollierten
Luftraum "F". In dem Herr Reinholz dem zuständigen Bundesminister Stolpe persönlich die
Auffassung des Freistaates Thüringen dazu erläuterte, konnte letztlich eine übergangsweise
Einigung zu diesem Thema herbeigeführt werden.
"Wir vergeben den "Joker" für wirtschaftsnahe, unbürokratische und zielorientierte Entscheidungen. Der Preisträger 2003 hat gezeigt, wie man mit Entscheidungsfreude und persönlichem Einsatz wirtschaftnahe Rahmenbedingungen zur Entwicklung einer Region schaffen kann." Erstmals in der Geschichte der Vergabe der Wirtschaftspreise lobt der Wirtschaftsverein Altenburger Land 2003 keinen Negativpreis aus. Der "Schwarze Peter" wird in diesem Jahr nicht gezogen. "Wir möchten in diesem Jahr keine Person oder Einrichtung herausheben. Vielmehr möchten wir auf einige Erscheinungen aufmerksam, über die wir besorgt sind", begründet der Sprecherrat die Nichtvergabe des "Schwarzen Peters". Der Landkreis Altenburger Land bleibt in seiner wirtschaftlichen Entwicklung hinter den Erwartungen und den Versprechungen aus den Wahltagen des Jahres 2000 zurück. Solide Wirtschaftspolitik, Neuansiedlung von Gewerbe und Industrie, neue Arbeits- und Ausbildungsplätze, Existenzgründerinitiativen, bevorzugte Auftragsvergabe an einheimische Firmen, neue Strukturen bei Wasser und Abwasser und vieles andere mehr wurden damals versprochen. Die Bilanz zur "Halbzeit" der Wahlperiode ernüchtert. Marketing ist nicht nur, über mögliche Erfolge zu sprechen. Es geht um zielorientiertes und erfolgskontrolliertes Handeln. "Dies vermissen wir ebenso wie eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen den Kommunen." Mit Besorgnis nimmt der Wirtschaftsverein zur Kenntnis, dass sich in Amtsstuben erneut Strukturen bilden, die einst zur Gründung des Wirtschaftsvereins geführt haben, "Wir fordern die kommunale Politik im Landkreis auf, sich auf ihre Pflichten und auf ihre Rollen zu besinnen - in der "machtausübenden" Funktion ebenso und noch vielmehr in der Opposition." |
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"Schwarzer Peter" wird 2003 nicht gezogen |
Erstmals in dar Geschichte der Vergabe der Wirtschaftspreise lobt der
Wirtschaftsverein Altenburger Land 2003 keinen Negativpreis aus. Der
"Schwarze Peter" wird in diesem Jahr nicht gezogen. "Wir möchten in
diesem Jahr keine Person oder Einrichtung herausheben. Vielmehr möchten
wir auf einige Erscheinungen aufmerksam, über die wir besorgt sind",
begründet der Sprecherrat die Nichtvergabe des "Schwarzen Peters". Der
Landkreis Altenburger Land bleibt in seiner wirtschaftlichen Entwicklung
hinter den Erwartungen und den Versprechungen aus den Wahltagen des Jahres
2000 zurück. Solide Wirtschaftspolitik, Neuansiedlung von Gewerbe und
Industrie, neue Arbeits- und Ausbildungsplatze, Existenzgründerinitiativen,
bevorzugte Auftragsvergabe an einheimische Firmen, neue Strukturen bei Wasser
und Abwasser und vieles andere mehr wurden damals versprochen. Die Bilanz
zur "Halbzeit" der Wahlperiode ernüchtert. Marketing ist nicht nur, über
mögliche Erfolge zu sprechen, Es geht um zielorientiertes und erfolgskontrolliertes
Handeln, "Dies vermissen wir ebenso wie eine konstruktive Zusammenarbeit
zwischen den Kommunen," Mit Besorgnis nimmt der Wirtschaftsverein zur Kenntnis,
dass sich in Amtsstuben erneut Strukturen bilden, die einst zur Gründung des
Wirtschaftsvereins geführt haben, "Wir fordern die kommunale Politik im
Landkreis auf, sich auf ihre Pflichten und auf ihre Rollen zu besinnen -
in der "machtausübenden" Funktion ebenso und noch vielmehr in der
politischen Opposition." |
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2002
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Die Ehrung mit dem »Joker« geht an die Direktorin des Lindenau-Museums Altenburg, Jutta Penndorf. |
| Lindenau-Museum ist zu einer anerkannten
Kultur-Marke geworden
Mit dem »Joker« honoriert der Wirtschaftsverein Altenburger Land e.V. das
jahrelange Bestreben der Direktorin des Lindenau-Museums um einen der vielbesagten
»weichen Standortfaktoren« im Altenburger Land. Jutta Penndorf habe es verstanden,
insbesondere auch nach 1990 das Museum zu einer anerkannten Einrichtung
im Freistaat Thüringen wie in der nationalen Museumswelt zu machen. Die
im Lindenau-Museum präsentierten Ausstellungen, die wissenschaftlichen Arbeiten
in diesem Haus und das engagierte Wirken der Direktorin Jutta Penndorf selbst
in unterschiedlichsten Fachgremien haben nicht nur die Altenburger Einrichtung
zu einer kulturellen Marke in Deutschland und darüber hinaus werden lassen.
Die Aufnahme in das sogenannte Blaubuch der national bedeutsamen Kultureinrichtungen
im Osten Deutschlands ist dafür beredter Ausweis. Dem Lindenau-Museum ist
es diesbezüglich ebenso gelungen, Altenburg und den Landkreis über die regionalen
Grenzen hinaus bekannt zu machen. »Das Lindenau-Museum ist ein Imagefaktor
für die Region", so Günter Lichtenstein. Mit der Auszeichnung der Direktorin
des Lindenau-Museums mit dem »Joker« würdigt der Wirtschaftsverein zugleich
die Teamleistung der Mitarbeiter dieser Einrichtung.
Seit 1971 setzt das Studio Bildende Kunst im Museum die Tradition der Lindenauschen Malschule fort. Damit wurde an die Intention Bernhard August von Lindenaus angeknüpft, junge begabte und interessierte Menschen in einer Museums-Zeichenschule künstlerisch zu unterrichten. Heute treffen sich hier über 220 Kinder und Jugendliche und Erwachsene in 21 regelmäßig stattfindenden Kursen in Malerei, Grafik, Buchgestaltung, Plastik, Keramik und textilem Gestalten. Auch Jugendlichen, die sich beruflich orientieren möchten, gibt das Museum eine Art »Lebenshilfe« im Kurs »Grundlagen der künstlerischen Gestaltung«. Zirka 18000 Besucher zählt das Museum jährlich. Hinzu kommen thematische Führungen, Kunstgespräche und -vorträge sowie Galeriekonzerte. Jutta Penndorf und ihre Mitarbeiter organisieren außerdem zusammen mit den Schulen Projektunterrichtseinheiten, geben Schülern und Vorschulkindern Anleitung zu künstlerischer Betätigung, gestalten Ferien- und Freizeitangebote. Überaus erfolgreich etablierte das Lindenau-Museum die Museumsnacht in Zusammenarbeit mit den anderen Museen und Archiven in Altenburg. Die hohe Akzeptanz dieser Museumsnacht zeigt das Interesse auch der einheimischen Bevölkerung an den kulturellen Attraktionen in unserer Region. Diesbezüglich verknüpft der Wirtschaftsverein mit der Vergabe des »Jokers« an Jutta Penndorf die Bitte, stärker als bisher Wege zu finden, das Lindenau-Museum der Bevölkerung des Altenburger Landes noch näher zu bringen. Die hohe Akzeptanz und nationale Anerkennung sind wichtige Seiten des Wirkens des Museums. Zugleich ist es aber aus Sicht des Wirtschaftsvereins ebenso erforderlich, auch im Landkreis eine höhere Identifikation der Einrichtung mit den Menschen zu erreichen. |
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Die Stadträte von Meuselwitz und Lucka wurden mit dem »Schwarzen Peter« bedacht. |
| Unentschlossenheit der Stadträte
bedeutet fehlende Courage
Mit dem »Schwarzen Peter« an die Stadträte in Meuselwitz wie in Lucka kritisiert
der Wirtschaftsverein die Haltung beider Gremien im Genehmigungsverfahren
des Heizkraftwerkes Meuselwitz. "Wir stellen uns mit der Vergabe des Preises
weder auf die Seite der Betreiber des Kraftwerkes noch gegen die Gegner
dieser Anlage", erklärte Günter Lichtenstein. Vielmehr ist es die monatelange
unerträgliche Unentschlossenheit der beiden Stadtparlamente in der Frage
»Ja« oder »Nein«, die moniert wird. In dem die Stadträte offensichtlich
taktieren, weil ihnen der Mut zu einer Entscheidung fehlt, blockieren sie
jede weitere Entwicklung. "Aus unserer Sicht geht es schon längst nicht
mehr um die Stoffe, die die Betreiber des Heizkraftwerkes künftig verbrennen
möchten", erklärt der Wirtschaftsverein. Zu diesen Stoffen wurden zahlreiche Gutachten erstellt, die immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsvoraussetzungen durch das zuständige Landesverwaltungsamt geprüft und von diesem auch 16 der beantragten Ersatzbrennstoffe genehmigt. Eher ist es wohl so, dass sich die Stadträte nicht trauen, für oder gegen die Anlage oder für oder gegen ihre Bürger zu entscheiden. Letztere haben bekanntlich gegen die Verbrennung der beantragten Stoffe in besagtem Heizkraftwerk ihr demokratisches Recht auf Protest wahrgenommen. So ziehen die Stadträte eher das Patt vor zwischen den Gegnern dieser Anlage und der Betreibergesellschaft mitsamt der von ihr getätigten Investition und den für die Region nicht geringen 25 Arbeitsplätzen. Damit aber blockieren sie den Fortgang des Genehmigungsverfahrens und senden letztlich wirtschaftshemmende Signale aus. "Für uns als Wirtschaftsverein ist nicht der Inhalt der Entscheidung wichtig, die die Stadtparlamente treffen. Wir beanstanden, dass unter nicht mehr nachzuvollziehenden Erklärungen und Ausreden bislang keine Entscheidung getroffen wurde. Wir fordern die Stadträte zur Courage auf und zum Wohle ihrer Kommune zu h a n d e l n. Noch scheint es jedoch, beide Stadträte ziehen es vor, das Problem auszusitzen." Den Wirtschaftsverein treibt die Sorge, dass ein solches Verhalten im Landkreis Schule machen könnte. Damit würde jede Straßenbaumaßnahme, jede Erweiterung, Neuansiedlung sowie Investition im Bereich produzierender Unternnehmen Gefahr laufen, leichtfertig verzögert, blockiert oder verhindert zu werden. Dies ist nicht das Klima, das die Region braucht. |
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2001
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wurde zu gleichen Teilen an die Wirtschaftsförderung
der Stadtverwaltung Altenburg und die Landesentwicklungs- gesellschaft Thüringen mbH vergeben. |
In den zurückliegenden Jahren
und nicht zuletzt auf der Podiumsdiskussion des Wirtschaftsvereins im Frühjahr
2001 wurde bemängelt, dass die Kommunen des Landkreises und die Landesentwicklungsgesellschaft
zu wenig in einem aufeinander abgestimmten Vorgehen die Ansiedlung von Investoren
und Unternehmen in der Region voranbringen. Ein gegenseitiges Vorhalten
von Versäumnissen, das vermeintliche Umlenken von potentiellen Investoren
für die Altenburger Region in andere Gebiete Thüringens, das Scheitern
von Ansiedlungsprojekten in der Region mit den unterschiedlichsten Ursachen
und das wenig koordinierte Zusammenwirken, z. B. bei der Herausstellung
von Alleinstellungsmerkmalen gegenüber potentiellen Investoren, bestimmen
- zumindest in der öffentlichen Darstellung und Wirkung - die "Zusammenarbeit"
der Kommunen mit der LEG. Mit dem jüngsten Ansiedlungserfolg in Nobitz
und den aktuellen Projekten haben die Stadt Altenburg wie die LEG den Weg
gewiesen, den die Wirtschaft des Altenburger Landes als zukunftsfähig
wiederholt gefordert hat und der insbesondere von den im letzten Jahr neugewählten
Mandatsträgern auch versprochen wurde: Die Forcierung von Ansiedlungsprojekten
mit dem Blick über den "eigenen Tellerrand" hinaus, das konzertierte
Vorgehen der beteiligten Projektteams mit dem Ziel der erfolgreichen Umsetzung
und die einheitliche Argumentation bei der Investorsuche zum Nutzen der
gesamten Region. |
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ging jeweils an: Johannes Matuszewski, Bürgermeister der Stadt Meuselwitz Uwe Duske, ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Windischleuba Lutz Becker, Stadtrat im Kommunalparlament der Stadt Gößnitz |
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2000
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ging an den Wirtschaftsdezernent der Stadt Schmölln, Herrn Alhard van dem Bussche-Hattenhausen. |
Die Jury, die sich zu dieser Preisvergabe entschlossen
hat, ist sich sicher, dass über die Stadt Schmölln hinaus manche
Kommune durchaus interessiert sein müßte, den wirtschaftlichen
Sachverstand des langjährigen Wirtschaftschefs der Stadt Schmölln
für sich nutzen zu können. "Wir brauchen an dieser Stelle nicht
die Erfolge bei der Gewinnung von Investoren oder der Vermarktung von Gewerbeflächen
aufzuzeigen. Es hat sich inzwischen längst herumgesprochen, dass in
Schmölln zielstrebig und konsequent an kommunalen Zielstellungen gearbeitet
worden ist und letztlich alle in Verwaltung und Politik diesen untergeordnet
haben." |
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wurde an Frank Döhler, Berater im Arbeitsamt Altenburg vergeben. |
"Herr Döhler vermittelt seit 1990 Arbeitssuchende
und berät andererseits kompetent und verantwortungsvoll Wirtschaftsunternehmen
bei der Suche nach geeigneten Arbeitskräften", so Günter Lichtenstein.
Dabei prüfe der Altenburger Arbeitsberater sowohl die Anforderungskriterien,
die das Unternehmen an die Stellenausschreibung stellt, und stimme diese
mit dem Qualifizierungsniveau der Arbeitssuchenden ab. |
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ging an den Gößnitzer Stadtrat. |
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1999
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wurde an den Bürgermeister der Gemeinde Wintersdorf, Thomas Reimann, vergeben. |
Mit dieser Prämierung würdigt der Wirtschaftsverein
Altenburger Land e.V. das "große und erfolgreiche Engagement
für die Entwicklung eines "Wir-Gefühls" in der Gemeinde,
das über Wintersdorf hinaus auf die gesamte Region ausstrahlt."
Wir erkennen mit der Preisverleihung nicht zuletzt an, dass die Gemeinde
Wintersdorf es verstanden hat, die ihr zur Verfügung stehenden Mittel
zu erkennen sowie konsequent und zielstrebig zum Gemeinwohl einzusetzen",
so der Vorstand. |
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ging an den Verwaltungsrat der Sparkasse Altenburger Land. |
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1998
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wurde gleich zweimal vergeben. Einen Joker erhielt der
Bürgermeister der Stadt Schmölln, Herr Herbert Köhler, der
andere ging an Herrn Jürgen Fröhlich, Sachbereichsleiter der Unteren
Denkmalschutzbehörde der Stadt Altenburg. |
Bürgermeister Köhler habe es gemeinsam mit seiner Verwaltung verstanden, die Möglichkeiten der wirtschaftlichen Förderung auszuschöpfen. Die Wirtschaftsentwicklung wurde als primäre Verwaltungsaufgabe gesehen. Mit der Vergabe des Jokers an Herrn Jürgen Fröhlich wird sozusagen ein "Wandlungsprozess einer Amtsperson" gewürdigt. 1990 löste er noch bei vielen Investoren im denkmalgeschützten Bereich Zurückhaltung aus. Dies hat sich in den folgenden Jahren geändert, gemeinsam sucht er mit den Bauherren nach Lösungen, um Denkmalschutz und Wirtschaft gerecht zu werden. |
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ging an den Bürgermeister der Stadt Altenburg, Herrn Rolf Bräunig. |
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