Bürokratische Hürden in der Verwaltung sind »Mega-out«
Landrat des Hochsauerlandkreises zeigt, wie
wirtschaftsnahe Verwaltung gestaltet werden kann
Altenburg. Das Aufbauen von Hindernissen und bürokratischen Hürden ist »Mega-out«! Diese Grundthese wird der Landrat des Hochsauerlandkreises, Franz-Josef Leikop, am kommenden Dienstag, 19 Uhr, in der »Destille« der Altenburger Destillerie & Liqueurfabrik GmbH vertreten und zugleich zeigen, wie zeitgemäße Verwaltung organisiert werden kann. Mit einer umfassenden Verwaltungsreform wandelte Landrat Franz-Josef Leikop in den letzten Jahren seine Behörde in einer Dienstleistungseinrichtung und stellte sich unter dem Stichwort »Standortvorteil Partnerschaft« an die Seite der Wirtschaft. Eine zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Behörden auf partnerschaftlich-fairer Basis ist heute für beide Teile von existentieller Bedeutung, so Leikop. Für die Verursachung von Frust und Kosten sollten sich die Behörden zu schade sein.
Landrat Franz-Josef Leikop wurde vom Wirtschaftsverein Altenburger Land e.V. zu dem Vortagsabend mit anschließender Gesprächsmöglichkeit nach Altenburg eingeladen. Vorstandmitglieder des Vereins hatten im letzten Jahr die Vorstellung des Hochsauerland-Projektes zum Hessen-Tag erlebt. Sie sahen im Hochsauerlandkreis vieles auf Wege gebracht, worauf der Verein selbst immer wieder als dringlich im Altenburger Land hinwies. Am Beispiel Hochsauerlandkreis ist zu ersehen, wie eine wirtschafts- wie bürgernahe Verwaltung als Dienstleistungseinrichtung gestaltet werden kann.
Zu den drei Gemeinschafts-Projekten von Wirtschaft und Verwaltung des Hochsauerlandkreises, die Franz-Josef Leikop am Dienstag detailliert vorstellen wird, gehört unter anderem auch ein »Lotsendienst der Baugenehmigungsbehörde«. Die Unternehmer des Hochsauerlandkreises können diese Lotsen der Baugenehmigungsbehörde anfordern. Schon am nächsten Werktag sind die Lotsen im Unternehmen, sprechen die weiteren Schritte ab und klären zusammen mit der Unternehmensleitung, welche Fachbehörden zu einem weiteren, kurzfristig anzuberaumenden Ortstermin einzuladen sind, erläutert Franz-Josef Leikop das Verfahren.
Rein äußerlich habe man ebenso im Namen des Amtes einen Wandel vollzogen. Statt Bauaufsicht heißt es im Hochsauerlandkreis nunmehr Baugenehmigungsbehörde. Damit sei für jeden ersichtlich, welche Anforderungen an die Verwaltungsmitarbeiter gestellt werden. Für meine Mitarbeiter gilt generell die Marschroute, durch intensive Bauberatung und Auslotung aller rechtlichen Möglichkeiten das Bauvorhaben zur Genehmigung zu bringen. Dabei müsse der Mitarbeiter entscheidungsfreudig sein und das Verfahren in kurzen Bearbeitungszeiten kompetent zum Abschluss gebracht werden.
In diesem Beispiel unbürokratischen Handelns einer kommunalen Verwaltung sieht der Wirtschaftsverein für den Vortragsabend Anregungen genug, ähnliche Lösungen im Landkreis Altenburger Land umzusetzen.
Die öffentliche Veranstaltung beginnt am Dienstag, den 18. Januar 2000, um 19 Uhr, in der »Destille« der Altenburger Destillerie- & Liqueurfabrik GmbH. Überschrieben ist der Vortragsabend mit »Neue Wege in der Wirtschaftspolitik Erläutert am Beispiel eines ländlich geprägten Landkreises«
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