Öffentliche Veranstaltungen 2004


09.11.2004 Berufliches Schulzentrum für Gewerbe und Technik
                     Johann-Friedrich-Pierer-Schule
Der Schuldirektor, Herr Pröhl, erläuterte die Umwandlung der Berufsschule zu einer höheren Bildungseinrichtung. In vielen modernen Fachkabinette werden als Berufsschule die Felder Elektrotechnik, Metalltechnik, Bautechnik, Ernährung/Hauswirtschaft, Körperpflege, Chemie/Biologie/Physik, Papiermacher, Verpackungsmittelmechaniker, Textilmaschinenführer, Hauswirtschaftshelfer, Hochbaufachwerker, Holzbearbeiter, Bau- und Metallmaler, Gartenbauwerker, BVJ Metall- und Holztechnik, BVJ Ernährung/Hauswirtschaft und Textiltechnik gelehrt. Fachoberschule Typ I Fachrichtung Textiltechnik, Berufsfachschule Metalltechnik und Ernährung/Hauswirtschaft, Höhere Berufsschule, staatlich geprüfter technischer Assi und Fachschule Papiertechniker sind die weiteren Bildungsmöglichkeiten der Einrichtung.

26.10.04 Thomas Elektrowärme GmbH
Das Unternehmen wurde im August 1910 gegründet und war bis 1972 in Familienbesitz. 1972 wurde die Firma als Werk III einer Döbelner Firma volkseigen. Während dieser zeit lag die Geschäftsführung jedoch auch in den Händen der Familie Thomas. 1991 wurde die Firma von der Treuhand zurückgekauft und beschäftigt jetzt 30 Mitarbeiter. Drei Generationen der Familie Thomas arbeiten im Unternehmen, dass Rohrheizkörper, Einschraubheizkörper, Heizpatronen und Sonderanfertigungen herstellt.

12.10.04 Arntz Sägetechnik GmbH Schmölln
Hartmetall-Kreissägen, Hartmetall-Bandsägen, Bi-Metall-Bandsägen und Segment-Kreissägen werden in Schmölln hergestellt. Stammblätter für Diamantkreissägen und elektronische Prüfgeräte gehören ebenfalls zum Produktionsprofil. Die Produkte sind mit ISO 9002 zertifiziert, halten also höchsten Qualitätsanforderungen stand. Die Mitarbeiterzahl hat sich auf etwa 40 eingepegelt. Beim Export hat Arntz Sägetechnik inzwischen zweistellige Zuwachsraten.

14.09.04 Jürgen Reinholz, Thüringer Minister für Wirtschaft, Technologie und Arbeit
"Altenburger Land - Welche Zukunft steht dem Landkreis wirklich bevor?" Unter diesem Motto hatte der Wirtschaftsverein den Thüringer Minister, Herrn Reinholz, zu einem öffentlichen Podiumsgespräch eingeladen. Im vollbesetzten Saal des Parkhotels rechnete Jürgen Reinholz den Zuhörern vor, dass in den vergangenen Jahren 449 Investitionen mit 188 Millionen Euro im Altenburger Land gefördert wurden und damit rund 9000 Arbeitsplätze gesichert und fast 7000 neu geschaffen wurden. Auf die zahlreichen kritischen fragen zur Verantwortung der Landesregierung ließ sich Herr Reinholz nicht zur Selbstkritik hinreißen. Die Antwort auf das Motto heißt folglich: Keine besonders rosige. Aber das hat der Minister nicht so deutlich gesagt.

30.08.04 Podiumsdiskussion Krankenhaus V in der Destille
Zu Gast waren:
Dr. Elmar Keller, Kaufmännischer Vorstand Universitätsklinikum Leipzig AöR
Peter Hermann, ehemaliger Geschäftsführer des Wald-Klinikums Gera
Thomas Rieger, Sachsen LB Leipzig Spezialist für den Gesundheitsmarkt
Dr. Christian Braun, Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Herr Keller betonte, dass sich Kliniklandschaft und Gesundheitswesen in Deutschland insgesamt in den nächsten Jahren dramatisch verändern werden. Ein Drittel der Krankenhausbetten würden entfallen und etwa 20 Prozent aller Kliniken verschwinden. Peter Hermann sah für Schmölln als Krankenhaus wenig Chancen. Man hat sich in Schmölln kein zukunftsfähiges Projekt zugelegt.
Thomas Rieger warnte vor Illusionen beim Kaufpreis, da eine hohe Summe die Klinik hinterher selbst erwirtschaften muss.
Christian Braun sprach von Verträgen mit Jobgarantie, die ein Privater auf die Dauer aus wirtschaftlichen Gründen sicher nicht halten kann.

18.08.04 Flugplatz Altenburg-Nobitz GmbH
Der Regionalflughafen Altenburg-Nobitz ist einer der ältesten, noch in Betrieb befindlichen Flugplätze in Deutschland. Gegründet im Jahre 1913 kann er auf eine lange Luftfahrttradition zurückblicken. Auf einer Grasbahn fanden hier die ersten Flugwettbewerbe statt.
Der nächste Schritt war der Flugzeugbau - leider vorerst nur für militärische Zwecke. Die militärische Ära begann im ersten Weltkrieg und dauerte bis 1993, als die russischen Streitkräfte unter Nutzung riesiger Ilyushin-Transporter das Areal verließen.
Heute ist der Flughafen in der Lage, Flugzeuge wie die Boeing 737 oder den Airbus A320 problemlos abzufertigen. In der zivilen Luftfahrt gibt es zur Zeit die tägliche Verbindung mit der Fluggesellschaft Ryanair nach London.

13.07.04 Firmenbesichtigung Sanitätshaus Altenburg GmbH
Das Sanitätshaus Altenburg gibt es seit 1958, zunächst als Produktionsgenossenschaft des Handwerks, und seit 1990 als Sanitätshaus Altenburg GmbH. 50 engagierte und qualifizierte Mitarbeiter, vom Orthopädietechniker bis zum medizinischen Fußpfleger arbeiten in dem Unternehmen.
In drei Ladengeschäften wird ein breites Sortiment an Artikeln für die Gesundheit des Körpers angeboten. Im angeschlossenen Reformhaus werden insbesondere Nahrungsmittel für die gesunde Ernährung sowie Körperpflegemittel und Kosmetika angeboten.

08.06.04 Firmenbesichtigung EWA Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH
Von Strom über Gas bis zum Wasser und Abwasser findet der Kunde seine Ansprechpartner in der Franz-Mehring-Straße in Altenburg. Durch einen Neubau, in den 3,6 Millionen Euro investiert wurden, ist aus sieben Standorten nur noch einer geworden. Im Haupteingang befindet sich ein Servicebüro, wo an Ort und Stelle Auskünfte erteilt oder an die zuständigen Mitarbeiter vermittelt wird.
Über eine Steuer- und Überwachungszentrale wird die Stadt Altenburg mit Strom, Gas und Wasser versorgt. In Spitzenzeiten kann eine Eigenversorgung mit Strom und Wasser zugeschaltet bzw. die Gasregelstationen beeinflusst werden.

11.05.04 Firmenbesichtigung PAX AG Sicherheitsfenster und Türen
In der ehemaligen Zuckerfabrik werden seit nunmehr zehn Jahren Fenster und Türen aus Kunststoff gefertigt. 9 Mitarbeiter begannen mit Aufräum- und Abrissarbeiten. Für die Erhaltung des Ensembles erhielt PAX den Thüringer Denkmalpreis.
Mit 145 Angestellten und in Stoßzeiten weiteren 20 Saisonkräften werden pro Tag etwa 400 Fenster, 30 Haustüren, 50 Rollädenkästen sowie 20 Sonderbauelemente hergestellt. PAX hat mehrere Patente und ist auf dem Gebiet der Sicherheitsfenster Marktführer. Fenster und Türen werden bundesweit ausgeliefert. Dabei erfolgt die Fertigung ausschließlich auftragsbezogen. Die wohl bekannteste Baustelle, für die das Werk gegenwärtig arbeitet, ist der Frankfurter Flughafen.

26.04.04 Podiumsdiskussion mit den Wirtschaftsförderern vom
                 Landkreis Altenburger Land und der Stadt Altenburg
Vor 108 Besuchern befragte der Wirtschaftsverein nach dem Motto: Was tut sich am Standort mit Zukunft? Herrn Jürgen Grahmann, Fachdienstleiter Wirtschafts- und Tourismusförderung im Landratsamt Altenburger Land und Herrn Daniel Scheidel, Referatsleiter Wirtschaftsförderung und Beteiligungscontrolling in der Stadtverwaltung Altenburg. Da Herr Grahmann wegen Gesprächen mit Investoren mehrmals abgesagt hatte, konnte er jedoch die Zuhörer nur auf später vertrösten und keine Investoren nennen. Herr Scheidel warnte davor, die Rolle eines Wirtschaftsförderers zu überschätzen. Der Wirtschaftsverein forderte eine Verbesserung der Wirtschaftsförderung, damit der Landkreis nicht ewig Schlusslicht bei wichtigen Kriterien bleibe.

13.04.04 Firmenbesichtigung Gutbrod Schmölln GmbH
Die Schmöllner Niederlassung der Firma Gutbrod ist Zulieferer für die Automobilindustrie und beschäftigt inzwischen über 100 Mitarbeiter. Die Firma hat ein hohes Produktionsniveau erreicht, dass es ermöglicht, auf dem hart umkämpften Markt Schritt zu halten. Mit Transferpressen bis 1100 Tonnen Presskraft, Hydraulikpressen bis 400 Tonnen Presskraft, Schweißroboterzellen und Rohrbiegemaschinen werden verschiedene Blechteile für PKW verschiedenster Bauart hergestellt. Dabei richten die Mitarbeiter ihre Maschine selbst ein, was ein großes fachliches Wissen voraussetzt.

06.04.04 Podiumsdiskussion mit den Parteien zu den Krankenhäusern
                 Altenburg und Schmölln
Verkaufen oder behalten? Vor dieser Gretchenfrage zur Zukunft der Krankenhäuser im Altenburger Land stehen alle Parteien, die in den neuen Kreistag einziehen wollen. Der Wirtschaftsverein Altenburger Land e.V. hat die Parteivorsitzenden von CDU, SPD, PDS und FDP dazu befragt. SPD und CDU verteidigten weiter die von ihnen seit Jahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorangetriebene Privatisierung als einzige Möglichkeit, das existenzbedrohte Schmöllner Krankenhaus zu retten. Doch urplötzlich ist nicht mehr von dem bislang so beschworenen Zeitdruck die Rede. Und auf Nachfrage räumten Sozial- und Christdemokraten sogar ein, dass ganz am Schluss sogar die ganze Privatisierung noch platzen könnte - die Hintertürchen sind gefunden, der öffentliche Druck wird wohl langsam zu groß. Denn nicht nur die PDS bleibt beim konsequenten Nein zum Verkauf, auch die FDP entpuppt sich jetzt als Privatisierungsgegner. (aus OVZ vom 08.04.04)

23.03.04 Firmenbesichtigung Lobbe Deutschland GmbH & Co.KG
Lobbe hat in Rositz ein modernes Abfallbehandlungszentrum mit Vakuumthermikanlage, Zwischenlager und Verwaltungstrakt errichtet. Damit ist der Standort voll in das Konzept der LEG Thüringen eingebunden, das Gelände des ehemaligen Teerverarbeitungswerkes Rositz in ein modernes Industrie- und Gewerbegebiet mit zukunftssicheren Arbeitsplätzen umzuwandeln. Das Zwischenlager mit einer Gesamtfläche von 3700 m2 kann pro Jahr rund 200 000 Tonnen unterschiedlichster Abfälle wie Böden, Teere und Schlämme sowie darüber hinaus auch Chargen aus akuten Umwelthavarien aufnehmen. Bei einem stündlichen Durchsatz von 10 Tonnen zu reinigendem Material werden in der Vakuumthermikanlage die Schadstoffe zu 99,8 Prozent beseitigt. Zur Zeit wird der Boden aus dem Teersee verarbeitet.


17.03.03 Podiumsdiskussion zur Teilprivatisierung der Krankenhäuser

                 Altenburg und Schmölln III

Vor wiederum vollen Haus im Parkhotel waren als Gesprächspartner Dr. Frank Oesterheld, Abteilungsleiter Gesundheit im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit Silvia Becker, Geschäftsführerin des Verbandes kommunaler Gesundheitseinrichtungen e.V. Frank Naeckel, Landesfachbereichsleiter Gesundheit / Soziale Dienste / Wohlfahrt und Kirche, ver.di - Landesbezirk Thüringen eingeladen. Fazit der Veranstaltung: Die Fusion hat mit der Privatisierung überhaupt nichts zu tun. Die Krankenhäuser zu privatisieren, um Schmölln zu retten, ist nicht nötig. Das Thüringer Ministerium hat bis zum Sommer 2001 Wege zum Zusammengehen der beiden Krankenhäuser vorgeschlagen, was aber in Schmölln auf taube Ohren traf.

09.03.04 Firmenbesichtigung Käserei Altenburger Land GmbH & Co.KG
Das Unternehmen wurde im Oktober 2000 von der Firma Rotkäppchen aus der Insolvenz heraus übernommen. Es produziert den Altenburger Ziegenkäse mit 59 Mitarbeitern. Im Zwei- und Drei-Schicht-System werden jährlich 23 Millionen Kilogramm Milch, davon 2,5 Millionen Kilogramm Ziegenmilch zu Weichkäse in unterschiedlichen Fettstufen und Varianten verarbeitet. Mit dem Einbau einer modernen Klimaanlage wird der Reifeprozess des Käses optimal gestaltet und mit der Anschaffung neuer Verpackungstechnik, dem Nadelöhr der Produktion, sind die wichtigsten und vor allem teuren Investitionen nun weitgehend abgeschlossen.

03.03.04 Podiumsdiskussion zur Teilprivatisierung der Krankenhäuser
                 Altenburg und Schmölln II
Die Veranstaltungsreihe "Pflegefall kommunales Krankenhaus - Die Krankenhäuser Altenburg und Schmölln zwischen kommunaler Diagnose und verordneter Therapie: Teilprivatisierung - Gespräche zur Meinungsbildung in mehreren Teilen - erlebte ein volles Haus im Parkhotel Altenburg. Gäste waren Michael Lorenz, Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen e.V. und Hermann Fox, Bereichsleiter Krankenhäuser bei der AOK Der Gesundheitskasse in Thüringen. Dabei betonte Michael Lorenz, dass es nicht entscheidend sei, ob ein Krankenhaus in privater oder kommunaler Hand ist, sondern wie das Management der Klinik funktioniert. In der Hand der Geschäftsführung liege es, ob ein Haus rote oder schwarze Zahlen schreibt. Für die von Landrat Sieghardt Rydzewski angekündigte Leistungserweiterung des Krankenhauses durch einen privaten Mitgesellschafter sieht der AOK-Experte Hermann Fox kaum eine Chance.

10.02.04 Druckerei zu Altenburg GmbH
Die Firma hat eine 400-jährige Tradition in Altenburg. Durch umfangreiche Investitionen kann das unternehmen nahezu alle Wünsche der Kunden unter dem Dach des Druckerei-gebäudes bearbeiten. Der Kunde wählt nach einem selbst entwickelten Farbatlas aus. Die Mediengestalter bearbeiten an Computern die Manuskripte, die als Vorlage über einen Kopierrahmen auf die Druckplatten gebracht werden. An zwei 10 Meter langen Druck-maschinen werden die großen Bogen gedruckt, die in der weiteren Bearbeitung auf ver-schiedenen Maschinen zu einem Buch, Prospekt oder anderen Druckerzeugnissen führen. Das Unternehmen beschäftigt zur zeit 66 Mitarbeiter und 23 Auszubildende.

26.01.04 Podiumsdiskussion Kreiskrankenhaus in der Destille
Die vom Kreistag vorangetriebene Fusion der Krankenhäuser Altenburg und Schmölln und ihre Privatisierung waren das Thema des Abends, weil bislang das Projekt unter Ausschluss der Öffentlichkeit lief. 90 Zuhörer waren gekommen, um mit Andreas Liehr-Griem, ADMED-Geschäftsführer aus Hamburg und Hans-Georg Hunger, Geschäftsführer des Greizer Krankenhauses über Chancen und Risiken einer Privatisierung zu diskutieren. Die vielen Fragen aus dem Publikum bestätigten den Informationsbedarf zu diesem Thema.

13.01.04 Altenburger Pergament- und Trommelfell GmbH
In Deutschland hat diese Firma keine Wettbewerber. Um Pergament herzustellen braucht es mindestens sechs Jahre Berufserfahrung, daran sind die Konkurrenten gescheitert. Zunächst kommen Felle in eine große Trommel, werden dort gereinigt, dann zum Trocknen in große Rahmen gespannt. Auf diese Weise entstehen weiße Pergamente und Trommelfelle. Sind transparente Pergamente und Trommelfelle gewünscht, werden die Blößen auf gebogenen Platten gestrichen, die in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von mehr als 30 Grad stehen. Die Pergamente werden bei der Restaurierung alter Dokumente oder Bucheinbände, bei der Ausfütterung von Prothesen oder bei der Dekoration von Lampen oder Wandverkleidungen verwendet.

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